Heidesieben lassen Punkte in Köthen liegen – Bittere Niederlage nach starker Aufholjagd
Am vergangenen Sonntag war unsere Heidesieben am dritten Spieltag zum zweiten Saisonspiel bei der HG 85 Köthen 2 zu Gast. Nach der Auftaktniederlage gegen Spergau und dem anschließenden spielfreien Wochenende sollten gegen den Aufsteiger aus der Bachstadt endlich die ersten beiden Punkte eingefahren werden.
Ausgeglichenes Spiel mit unnötiger Schwächephase
Die Partie begann ausgeglichen und war auf beiden Seiten von zahlreichen ausgelassenen Chancen und technischen Fehlern geprägt. Dabei konnten sich auch die beiden Torhüter Erik Pannier auf Seiten des TuS und Johann Schütte bei der HG mehrfach auszeichnen.
Eugen Johannes und Michael Günther sorgten mit ihren Treffern zum 1:2 und 2:3 zunächst für die ersten Führungen der Heidesieben. Danach wog das Spiel hin und her, immer wieder wechselte die Führung (4:3, 5:4, 6:7, 8:9). Bis zur 20. Minute konnte sich kein Team entscheidend absetzen.
Dann allerdings folgte eine unnötige Schwächephase der Heidesieben. Eigene Fehler, darunter zwei Anwurffehler, Schwächen im Abschluss und fehlendes Tempo luden die Gastgeber zu einem 4:0-Lauf ein. Auch defensiv verlor Radis die bis dahin gezeigte Präsenz. Bis zur Pause konnte der Rückstand nicht mehr verkürzt werden und beim Stand von 14:10 wurden die Seiten gewechselt.
Köthen zieht davon – Radis findet zurück ins Spiel
Auch der Start in den zweiten Durchgang brachte zunächst keine Besserung. Im Gegenteil: Radis wirkte völlig von der Rolle und innerhalb der ersten vier Minuten wuchs der Rückstand auf 17:10 an. Trainer Christian Telehuz reagierte früh mit einer Auszeit.
Diese zeigte zunächst Wirkung. Die Heidesieben verkürzte mit einem 3:0-Lauf auf 17:13. Besonders Willem Täuber sollte im weiteren Verlauf eine tragende Rolle übernehmen. Die Nummer sechs der Radiser übernahm Verantwortung und zeigte sich aus dem Rückraum immer wieder treffsicher.
Doch Köthen konnte sich erneut absetzen und behauptete bis zur 49. Minute einen Sechs-Tore-Vorsprung (23:17). Die Partie schien entschieden.

Starke Aufholjagd bleibt unbelohnt
In den verbleibenden zwölf Minuten zeigte unsere Heidesieben jedoch noch einmal große Moral. Gleichzeitig wirkte Köthen zunehmend verunsichert und leistete sich nun selbst zahlreiche Fehler und Schwächen im Abschluss. Eine aggressive Radiser Defensive setzte die Gastgeber dabei zusätzlich unter Druck.
Im Angriff trafen Willem Täuber und Tim Kummer nun nahezu nach Belieben. Tor um Tor kämpfte sich Radis heran und war innerhalb von nur fünf Minuten wieder in Schlagdistanz (24:23). Zwei Minuten vor dem Ende war die Partie beim 25:25 schließlich wieder völlig offen.
Allerdings musste die TuS die Schlussphase aufgrund einer unnötigen Zeitstrafe in Unterzahl bestreiten. Dennoch kämpfte die Heidesieben unermüdlich weiter und hatte in der letzten Minute sogar die Chance, erstmals seit langer Zeit wieder in Führung zu gehen. Leider fand der Ball nicht den Weg ins Tor.
Köthen bekam dadurch den letzten Angriff und erzielte sechs Sekunden vor dem Ende die erneute Führung zum 26:25.
Doch damit war die Partie noch nicht entschieden. Die schnelle Mitte der TuS wurde von einem Köthener Spieler unerlaubt verhindert. Die Folge: Rote Karte für den Gastgeber und 7-Meter für Radis.
Der Ausgleich und damit zumindest ein Punktgewinn waren also noch möglich. Doch leider fand auch der letzte 7-Meter nicht den Weg ins Tor.
Moral macht Mut – Punkte bleiben trotzdem aus
Am Ende jubelten die Hausherren über einen knappen 26:25-Erfolg. Coach Christian Telehuz sprach seiner Mannschaft nach der Partie dennoch den verdienten Respekt für die gezeigte Moral und den Kampfgeist in der Schlussphase aus.
Trotz der erneuten Niederlage und weiterhin fehlender Punkte lässt sich vor allem auf die letzten zwölf Minuten aufbauen. Die Heidesieben hat gezeigt, dass sie auch nach einem deutlichen Rückstand nicht aufgibt und sich zurück in eine bereits verloren geglaubte Partie kämpfen kann.
Für Radis spielten: Pannier, Faust, Frenzel (Tor) – Düresch (1), Täuber (7), Günther (4), Johannes (1), Hanke (3), Schumann, Lechelt, Knape-Schmidt, Apfelbaum (2), Kummer (4), Nitsche (3), Eichapfel.



