Heidesieben macht es unnötig spannend – versöhnlicher Abschluss zum Ende der Hinrunde
- alexanderfaust94
- 16. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Zum letzten Spiel des Jahres 2025 und zugleich zum Abschluss der Hinrunde der Oberligasaison 2025/26 ging es für unsere Heidesieben zur Regionalligareserve des USV Halle. Die Marschroute war klar: zwei Punkte mitnehmen und die Hinserie mit einem positiven Punktekonto beenden.
Über weite Strecken setzte Radis genau das um, diktierte das Spielgeschehen und schien beim 29:23 in der 48. Minute bereits auf der sicheren Siegerstraße. Doch wie schon in den vergangenen Wochen machte sich die TuS das Leben in der Schlussphase erneut selbst schwer. Dieses Mal allerdings mit dem besseren Ende für Radis.
Holpriger Start – Führungswechsel bis zur Pause
Der Beginn der Partie verlief aus Radiser Sicht noch etwas unrund. Rückkehrer Alexander Faust fand gut ins Spiel und parierte früh einige Würfe, doch im Angriff ließ die TuS beste Chancen liegen. Auch USV-Keeper Chris Panhans konnte sich mehrfach auszeichnen.
So ging Halle bis zur vierten Minute mit 2:0 in Führung, ehe Oliver Lindner in der fünften Minute den Bann brach und Stephan Blechschmidt kurz darauf ausglich. In der Folge erspielte sich Radis erstmals eine kleine Führung (4:6), die bis zum 6:8 Bestand hatte.
Der USV ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken, glich in der 18. Minute zum 8:8 aus und ging wenig später selbst wieder in Führung (11:10, 22.). Die Schlussphase der ersten Halbzeit war geprägt von stetigen Führungswechseln. Erst in den letzten Minuten vor der Pause verschaffte sich die Heidesieben etwas Luft, ehe Johannes Nitsche mit dem 14:16 den Halbzeitstand markierte.
Radis setzt sich ab – USV bleibt hartnäckig
Mit Beginn der zweiten Halbzeit wollte die TuS für klarere Verhältnisse sorgen. Lukas Knape-Schmidt eröffnete den Durchgang zum 14:17, und bis zur 35. Minute arbeitete sich Radis erstmals auf vier Tore Vorsprung heran.
Doch Halle blieb dran. Vor allem das mangelhafte Rückzugsverhalten der Heidesieben spielte den Hausherren in die Karten, die immer wieder über die erste und zweite Welle zum Erfolg kamen. Auch erneute Vier-Tore-Führungen wie beim 18:22 oder 20:24 hatten nur kurz Bestand. Nach 41 Minuten stand es erneut eng bei 20:22.

Sechs Tore Vorsprung – und plötzlich wieder Zittern
Dann folgte die stärkste Phase der Gäste. Angeführt von einem überragenden Oliver Lindner auf der Rückraummitte setzte sich Radis mit einem Zwischenspurt bis zur 48. Minute auf 23:29 ab. Lindner selbst avancierte mit elf Treffern (5/5 Siebenmeter) zum besten Werfer der Partie.
Doch anstatt die Begegnung nun souverän zu Ende zu spielen, verlor die TuS einmal mehr völlig den Faden. Freie Würfe wurden fahrlässig vergeben, klare Abschlüsse nicht genutzt – und Halle witterte Morgenluft. Tor um Tor kämpften sich die Saalestädter heran, während Radis zunehmend verunsichert agierte.
Bereits in der 54. Minute war der Vorsprung auf 29:31 geschmolzen. Lindner erhöhte noch einmal auf 29:32, doch anschließend gelang der TuS zunächst kein Treffer mehr. In der 58. Minute glich Halle tatsächlich zum 32:32 aus – der sicher geglaubte Sieg stand plötzlich wieder auf der Kippe.
Trainer Christian Telehuz zog seine letzte Auszeit. Der folgende Angriff saß: Lukas Knape-Schmidt, auf Rechtsaußen freigespielt, behielt die Nerven und erzielte das umjubelte 32:33. Der letzte Wurf gehörte zwar noch dem USV, verfehlte jedoch das Ziel. Durchatmen auf Radiser Seite.

Versöhnlicher Abschluss – aber mit klarer Kritik
Mit dem Auswärtssieg und der gleichzeitigen Niederlage der Biederitzer in Spergau verbessert sich die Heidesieben auf Rang sechs der Tabelle. Dennoch überwog nach Abpfiff die kritische Analyse.
Trainer Telehuz zeigte sich vor allem mit den letzten zwölf Minuten unzufrieden. Die fahrlässige Chancenverwertung und der erneute Kontrollverlust in der Schlussphase waren für ihn nicht akzeptabel. Genau hier gilt es in der Rückrunde anzusetzen und sich weiter zu stabilisieren.
Nun verabschiedet sich das Team in die wohlverdiente Winterpause. Am 17.01.2025 startet das Handballjahr 2026 mit einem Auswärtsspiel bei der SG Spergau.
Abschließend richtet die Mannschaft ein großes Dankeschön an die fantastischen Fans, die das Team – ob auswärts oder in der heimischen Lindenhölle – unermüdlich unterstützen! 💙🤍
Für Radis spielten: Faust, Kurth, Bieck (Tor) – Düresch (2), Täuber (1), Johannes (2), Hanke R. (2), Hammerlik, Lindner (11), Knape-Schmidt (6), Kummer (2), Nitsche (4), Blechschmidt (3)



