Heidesieben verspielt Vier-Tore-Führung – Burgenland II entreißt Radis in letzter Sekunde den Sieg
- alexanderfaust94
- 9. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Zum Heimspiel gegen den HCBurgenland II musste unsere Heidesieben erneut umbauen. Weiterhin ohne das Torhüter-Duo Pannier/Faust standen diesmal Kurth und Bieck zwischen den Pfosten und lieferten von Beginn an eine ordentliche Leistung ab. Die Lindenhölle war bereit, die Ränge gut gefüllt, die Stimmung da. Alles war angerichtet für einen Heimabend, der lange vielversprechend aussah.
Offener Schlagabtausch – Radis lange auf Augenhöhe
Die Anfangsphase gehörte keinem der beiden Teams. Beide Seiten begegneten sich auf Augenhöhe, schenkten sich nichts. Bis zur 15. Minute stand ein leistungsgerechtes 8:8 auf der Anzeigetafel, ein Spiel mit Tempo, Intensität und Einsatz.
Dann jedoch der erste Bruch im Radiser Spiel: Fehlpässe ins Seitenaus, unkonzentrierte Abschlüsse und kleine Abstimmungsprobleme nutzten die Gäste eiskalt aus. Burgenland II setzte sich Schritt für Schritt ab und zog bis zur 25. Minute auf 10:14 davon.
Radis fängt sich und trifft zum Anschluss
Doch im Gegensatz zu manch anderen Spielen ließ sich unsere Heidesieben dieses Mal nicht aus dem Konzept bringen. Die Abwehr stabilisierte sich, die Zweikämpfe wurden konsequenter geführt und auch im Angriff wurden die Aktionen wieder sauber zu Ende gespielt.
Angeführt von einem gut aufgelegten Lukas Knape-Schmidt (mit 7 Treffern zweitbester Werfer des Tages) kämpfte sich Radis zurück in die Partie. In der 29. Minute verkürzte er auf 14:15. So gingen die Radiser Männer mit nur einem Treffer Rückstand in die Halbzeit.

Starke Phase nach der Pause – Radis übernimmt das Kommando
Der zweite Durchgang begann ähnlich ausgeglichen wie die erste Hälfte. Mit zunehmender Spieldauer stellte Radis die zweite Vertretung des HC Burgenland jedoch vor immer größere Probleme. Die Abwehr stand kompakt, Kurth setzte wichtige Akzente im Tor, und im Angriff wurde geduldig bis zum klaren Abschluss gespielt.
Nach rund 15 Minuten der zweiten Halbzeit kippte die Partie endgültig. Radis setzte sich Stück für Stück ab, der Lohn war das 28:24 in der 54. Minute durch Oliver Lindner, der mit 9 Treffern der beste Werfer an diesem Tag war. In diesem Moment schien die Partie entschieden.
Sechs fatale Minuten – der sicher geglaubte Sieg zerbricht
Was viele bereits als Vorentscheidung gesehen hatten, hielt der Realität leider nicht stand. In den letzten sechs Minuten verlor Radis komplett den Faden: überhastete Abschlüsse, unkonzentrierte Würfe und unnötige Ballverluste brachten Burgenland II zurück ins Spiel.
Trotz weiterhin ordentlicher Abwehrarbeit gelangen der Heidesieben in der Schlussphase nur noch zwei Treffer. Die Gäste nahmen die Einladung dankend an und warfen in letzter Sekunde tatsächlich noch den Ausgleich.
Ein bitteres Ende für ein Spiel, das Radis im zweiten Durchgang eigentlich im Griff hatte und sich am Ende doch selbst aus der Hand nahm.
Blick nach vorn
Ein Punkt, der sich wie eine Niederlage anfühlt. Die Leistung über weite Strecken machte Mut, doch die Schlussphase zeigte erneut, woran es hakt: Konzentration, Konsequenz, Abgezocktheit.
Daran muss in der kommenden Woche gearbeitet werden, um das Jahr positiv ausklingen zu lassen. Nächste Aufgabe ist das Auswärtsspiel in Halle bei der zweiten Garde des USV. Die Hallenser stehen mit 5:19 Punkten aktuell auf dem 13. und somit vorletzten Platz und werden alles daransetzen, diese Position zu verlassen.
Zum Abschluss ein großes Dankeschön an Alexander Kurth und Julian Bieck für ihren Einsatz am Wochenende.
Für Radis spielten: Bieck, Kurth (Tor) – Düresch (3), Täuber (1), Johannes (1), Engel, R. Hanke(1) Hammerlik, Lindner (9), Knape-Schmidt (7), Krickemeier (4), Kummer, Nitsche (1), Blechschmidt (3)



