Heidesieben weiterhin sieglos gegen Top sechs der Liga
- 21. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Schwache erste Halbzeit kostet mögliche Überraschung
Auch im neunten Anlauf blieb unserer Heidesieben ein Erfolg gegen ein Team aus den Top sechs der Liga verwehrt. Gegen den Tabellenzweiten aus Gommern musste man sich am Ende mit 29-35 geschlagen geben. Vor allem die erste Halbzeit, in der die nötige Torhüterleistung fehlte, erwies sich dabei als entscheidend.
Ausgeglichen gestartet, dann reißt der Faden
Nach der desaströsen Vorstellung in Calbe hatte sich die TuS viel vorgenommen. Die Anfangsphase verlief zunächst ausgeglichen. Gommern eröffnete die Partie, ehe Tim Kummer in der dritten Minute den Ausgleich erzielte. In den ersten zehn Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte.
Marvin Panoven setzte auf Seiten der Gäste mit drei Treffern in Folge erste Akzente, während Stephan Blechschmidt und Tim Kummer den Anschluss hielten (3-4). Auch beim 4-6 in der neunten Minute blieb Radis in Schlagdistanz.
Dann jedoch folgte der erste Bruch, Gommern nutzte Unkonzentriertheiten konsequent aus und setzte sich bis zur zwölften Minute auf 4-9 ab. Im Radiser Tor fand man in dieser Phase keinen Zugriff auf das Spiel, sodass Erik Pannier früh für Alexander Faust übernahm.
Doch auch dieser Wechsel brachte zunächst nicht die erhoffte Stabilität. Gommern behauptete den Vorsprung und baute ihn bis zur 20. Minute auf 8-14 aus. Die Heidesieben zeigte jedoch Moral, zwang die Gäste zu Fehlern und verkürzte bis zur 25. Minute auf 12-15.
Die Chance, das Spiel weiter zu kippen, blieb jedoch ungenutzt. Stattdessen enteilten die Gäste bis zum Halbzeitpfiff erneut und stellten auf 15-20.

Zweite Halbzeit ausgeglichen, aber ohne Wende
Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Hausherren. Alexander Faust kehrte ins Tor zurück und konnte sich nun deutlich steigern. Zwei schnelle Treffer von Eugen Johannes verkürzten auf 17-20 und ließen die Hoffnung auf ein Comeback aufkeimen.
Doch wie schon im ersten Durchgang verhinderten fehlende Konsequenz im Angriff, überhastete Abschlüsse und technische Fehler eine weitere Aufholjagd. Gommern nutzte diese Schwächen eiskalt aus und stellte den alten Abstand von sechs Toren wieder her.
Im weiteren Verlauf gestaltete Radis die zweite Halbzeit ausgeglichen und zeigte phasenweise eine ordentliche Leistung. Allerdings fehlte die nötige Effizienz, um den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Ballgewinne wurden zu selten in Tore umgemünzt, sodass eine echte Wende ausblieb.
Am Ende wurde die Partie beim Stand von 29-35 abgepfiffen.
Fazit
Die erste Halbzeit erwies sich als ausschlaggebend für die Niederlage. Ohne die nötigen Paraden im Tor und mit zu vielen einfachen Fehlern machte man es einem starken Gegner zu leicht.
Der zweite Durchgang zeigte hingegen, dass die Heidesieben durchaus in der Lage ist, mit Topteams mitzuhalten. Diese Leistung gilt es künftig über die kompletten 60 Minuten abzurufen, um auch gegen die Spitzenteams der Liga bestehen zu können.
Ausblick
In den verbleibenden zwei Spielen warten noch einmal echte Herausforderungen. Am kommenden Samstag gastiert die TuS beim HC Burgenland II, ehe zum Saisonabschluss der USV Halle II in der Lindenhölle zu Gast ist.
Für Radis spielten: Pannier, Faust (Tor) – Täuber (1), Johannes (6), Engel (3), Hanke,R. (1), Lindner (4), Blechschmidt (3), Knape-Schmidt (2), Krickemeier, Kummer (2), Nitsche (2), Schumann (3)



