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Heidesieben erfüllt Pflichtaufgabe gegen Irxleben

  • vor 12 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Deutlicher Sieg, aber spielerisch mit Luft nach oben


Am Ende steht ein klarer 30:18-Heimerfolg gegen den SV Irxleben. Doch wer allein auf das Ergebnis schaut, verpasst die Einordnung dieser 60 Minuten. Denn auch wenn die Heidesieben ihrer Favoritenrolle gerecht wurde, kann man mit der gezeigten Leistung, insbesondere im Angriff, nicht vollends zufrieden sein.


Zerfahrener Beginn und wenig Spielfluss


Pünktlich um 18 Uhr wurde die Partie angepfiffen, doch von Beginn an entwickelte sich kein wirklicher Spielfluss. Technische Fehler, überhastete Abschlüsse und wenig Tempo prägten die Anfangsphase. Nach zwölf Minuten stand ein mageres 4:3 für die Hausherren auf der Anzeigetafel.


Irxleben agierte über die kompletten 60 Minuten mit einer offensiven Deckung und nahm die Radiser Mittelmänner konsequent in Sonderbewachung. Im resultierenden Fünf-gegen-Fünf tat sich die Heidesieben vor allem im ersten Durchgang schwer. Standhandball, fehlende Dynamik und wenig kreative Lösungen bestimmten das Offensivspiel.


Gut für Radis: Der Aufsteiger aus der Börde zeigte ein ähnliches Niveau im Angriff. Die Gäste bissen sich immer wieder an der aggressiven Radiser Defensive die Zähne aus. Zudem präsentierte sich Alexander Faust im Tor erneut in starker Verfassung und parierte unter anderem zwei Siebenmeter.


Über die Zwischenstände 8:6, 9:7 und 10:7 blieb die Partie zunächst eng. Erst in den letzten Minuten vor der Pause konnten sich die Hausherren etwas absetzen und mit einem 14:8 in die Kabine gehen.



Lange im Verwaltungsmodus


Der Start in den zweiten Durchgang brachte zunächst keine wesentliche Veränderung. Irxleben verkürzte schnell auf 14:10, doch beide Teams blieben weiterhin fehleranfällig. Technische Fehler auf beiden Seiten verhinderten einen flüssigen Spielverlauf.


Radis schaltete zunehmend in den Verwaltungsmodus. Über die Stationen 16:10, 19:14 und 20:15 hielt man den Vorsprung konstant bei fünf Treffern. Als Connor Kriesch auf 20:16 verkürzte, keimte kurz Hoffnung bei den Gästen auf – doch das sollte das letzte ernsthafte Aufbäumen bleiben.


Schlussphase sorgt für klare Verhältnisse


In den letzten 15 Minuten legte die Heidesieben dann doch noch einen Gang zu. Ein 3:0-Lauf durch Treffer von Joey Krickemeier, Lukas Knape-Schmidt und Oliver Lindner stellte beim 23:16 die Weichen endgültig auf Heimsieg.


Irxleben wirkte zunehmend kraftlos und erzielte in der 54. Minute beim Stand von 24:18 den letzten eigenen Treffer. Radis erhöhte nochmals das Tempo und baute den Vorsprung mit einem 6:0-Lauf weiter aus. Den Schlusspunkt setzte Willem Täuber per Tempogegenstoß zum 30:18-Endstand.


Fazit


Ein verdienter und am Ende deutlicher Heimsieg, der jedoch nicht über die durchwachsene Offensivleistung hinwegtäuschen darf. Defensiv zeigte die Heidesieben eine sehr stabile Vorstellung und machte es den Torhütern dadurch leichter. Im Angriff fehlten über weite Strecken Tempo, Kreativität und Konsequenz im Abschluss.


Dass es dennoch zu einem ungefährdeten Erfolg reichte, lag auch an einem harmlosen Gegner, der offensiv kaum Lösungen fand. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben und das Ziel, den Anschluss an die Top fünf zu halten, wird jedoch eine deutliche Leistungssteigerung, insbesondere im Angriffsspiel, notwendig sein.


Für Radis spielten: Faust, Bieck (Tor) – Düresch (2), Täuber (1), Johannes (4), Engel (2), Hanke (4), Hammerlik (2), Lindner (6), Knape-Schmidt (2), Krickemeier (3), Kummer (4)

 
 
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